Auf den Spuren der 9 Sterneichen… (Rheinfelden)
Der Beduine, der sich in der Wüste auskannte, tauchte mich in tiefe Nachdenklichkeit mit seiner geheimnisvollen Bemerkung: „Es genügt das Fehlen eines Sternes am Himmel, damit eine Karawane die Richtung verliert.“ (Helder Camara)
Am 10. September ging es bereits wieder los: unsere IMPULS-Projekte, die wir gemeinsam mit Ormalingen/Hemmiken anbieten. Die Jugendlichen sind in die 7. und die 8. Klasse gekommen. Wegweisende Jahre, beruflich, entwicklungspsychologisch, sozial! Da stellt sich schon die Frage: Woran soll man sich im Leben orientieren? Es tauchen die grossen Fragen des Lebens auf. Beobachtet der Beduine des Nachts die Sterne, tagsüber die Sonne, so haben wir im Baselbiet wohl andere Orientierungshilfen. Geographisch gesehen sind es wohl die Sonne, überhaupt die Witterungsverhältnisse. Sozial gesehen werden wir von unserer Umgebung massgeblich ‚geleitet‘ und geprägt, und dies wohl nachhaltig. Und gleichwohl muss jede Jugendliche, muss jeder Jugendliche seinen eigenen Weg finden. Mit Hilfe welcher Mittel? Religiös gesehen haben wir hier in der Schweiz gute Orientierungshilfen, auch wenn sie zum Teil sehr alt sind. Ich denke dabei in erster Linie an unsere Bibel, an die grossen Leitlinien des Alten und des Neuen Testaments. Dort kommen – genau gesehen – sehr aktuelle Themen zum Ausdruck. Auch die Person Jesu Christi mit seiner ganzen Ausstrahlung, mit seinen wegweisenden Worten ist eine bedeutende Orientierungshilfe. Die Worte der Eltern, der Pädagogen, der religiösen Begleitpersonen können natürlich prägend sein.
Es lohnt sich, diesen Themen nachzusinnen.
An diesem feuchten Septembernachmittag setzten wir das Orientieren ganz praktisch um. Besammlung war im Engerfeld, nahe Rheinfelden, in einem Wald, der nächstes Jahr als Austragungsort für Schweizer Meisterschaften dienen wird! Wir liefen 20’ gemeinsam zur grössten Sterneiche des Kantons Aargau – und erfuhren einiges über die Symbole der Bäume, der Sterne (Davidstern!) und den Himmel. Der Start befand sich direkt bei der grössten ‘Österreicher Eiche’, und dann – los ging’s: 3,7 km lang und mit einer Höhendifferenz von 35 m bergauf. Wir erwarteten Zeiten um 30-45 Minuten. Doch Sean Meier (Buus) und Eric Mullis (Hemmiken) schafften die Strecke in sage und schreibe 20 Minuten und 42 Sekunden, knapp vor den Zwillingen Lisa und Lena Rutishauser. Herzliche Gratulation! Aufgestellt und zufrieden kamen alle erschöpft ins Ziel. Dort kamen alle in den Genuss einer einfachen Zielverpflegung, die Claudia zubereitet hatte. Mit dem Wetter hatten wir gleichwohl Glück, mit der aufgestellten Schar Jugendlicher ebenfalls. Die weiteren Angebote können kommen, wir freuen uns sehr!
Claudia und Daniel Hanselmann



