Das Fridolinsmünster in Stein-Säckingen
So nahe leben wir an der Grenze. Und was ännet der Grenzen liegt, kennen wir nicht. Das gilt nicht nur für unsere (Kirch-)gemeinde, das gilt für unseren Kanton und für unser Land. Buus/Maisprach liegt ja so nahe am Aargau… und auf der anderen Seite des Rheins liegt Deutschland. Dass Fridolin auf dem Kantonswappen von Glarus zu sehen ist, wissen die meisten. Aber… Fridolin gehört doch eigentlich nach Stein-Säckingen. Und das ist zu Fuss oder mit dem Velo in Kürze zu erreichen. Aber wer ist überhaupt dieser Fridolin?
Fridolin von Säckingen war ein Glaubensbote am Hochrhein (früher Oberrhein) und Gründungsabt eines Doppelklosters, der in der katholischen und orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt wird. Nach ihm sind mehrere Kirchen benannt.
Die hagiographische Tradition datiert Fridolin auf das 6. Jahrhundert (Todesjahr 538 oder 540). Aus historiographischer Sicht wird die Gründung des Klosters Säckingen mit einiger Sicherheit auf das 7. Jahrhundert datiert, so dass ein historischer Hl. Fridolin allenfalls in der Regierungszeit von Chlodwig II. (639–657) aktiv gewesen sein könnte. Wahrscheinlich handelte es sich um einen irischen Wandermönch, der zuerst nach Poitiers kam, dort in einem Traum die Weisung erhielt, auf der Insel bei Säckingen ein Kloster zu errichten. Und so geschah es.
Heute sehen wir auf dem Münsterplatz eine wunderbare grosse Kirche, die viele Phasen hinter sich hat. Die Führung durch Herrn Kreutz war sehr animierend und humorvoll. Wir durften als Gruppe in die Sakristei, sogar in die alte Krypta, hinauf auf die Emporen und vom Chor aus die phantastische Orgel betrachten. Das Münster wirkt ganz anders als zum Beispiel jenes in Basel. Man spürt sofort die röm.-katholische Tradition. Und wie Fridolin nach wie vor im März verehrt und begangen wird, ist wirklich ausserordentlich spannend.
Nach über 90 Minuten Führung freuten wir uns auf ein «deutsches» Abendessen. Wir nahmen es im Symposium ein. Ein griechisches Restaurant, und auch diese Abwechslung war für uns sehr erfreulich. Bei guter Stimmung genossen wir diesen etwas anderen Ausflug. Ich glaube, es gäbe noch manch Interessantes zu erforschen.
Daniel Hanselmann





